Flugangst ist zum Teil auch ein markantes
Beispiel für Medienhysterie, die die Fantasie der Menschen übertrieben
anregt. Da fast über jedes einzelne Flugunglück weltweit in
unseren lokalen Medien berichtet wird und vor allem der Flugtod
weniger Prominenter immer wieder breit getreten wird, entsteht
der falsche Eindruck, dass das Fliegen extrem gefährlich sei.
In dieselbe Kategorie gehören auch die Ängste zum Jahrhundertwechsel
und bei Sonnenfinsternis. Denn für die Medien gilt der Hauptsatz:
Die Welt ist nur in Ordnung, wenn sie schlecht und gefährlich
ist! Lass dich davon nicht allzu sehr beeindrucken!
Hallo
Otto Buchegger,
danke für die tolle Beschreibung der Flugangst.
Ich konnte mich früher nie in ein Flugzeug setzen
und habe es - genau so wie du es beschrieben hast
- in nunmehr 2 Jahren geschafft, richtig gerne zu
fliegen. Und weil das jetzt schon richtig Spaß macht,
mache ich mittlerweile die PPL-A (Privatpilotenlizenz
für Sportflieger) und freue mich auf jeden neuen
Flug.
Gruß aus Brüssel |
Fliegen ist ziemlich sicher, jedoch immer mit einem Restrisiko
behaftet. Aber man frage sich: habe ich jemanden in meinem
persönlichen Bekanntenkreis, der bei einem Flugzeugunglück
ums Leben gekommen ist? Die Antwort wird wahrscheinlich NEIN
sein, aber fast jeder kennt ein Unfallopfer eines anderen
Verkehrsunfalls.
Zwei
Flugkatastrophen der letzten Jahre an der Ostküste
der USA haben mich persönlich stark berührt. Mit
beiden betroffenen Airlines bin ich oft - sogar
auf denselben Flügen - geflogen, habe ich beste
Betreuung und persönlichen Service gehabt und vielleicht
kannte ich sogar die Besatzung, die im Atlantik
den Tod gefunden hat.
Aber wenn ich dann wieder das langsame Sterben in
den Krebskliniken sehe, tröste ich mich, dass vielleicht
ihr kurzer Todeskampf sogar humaner war. Zum Leben
gehört nun einmal auch der Tod! |
Wer Angst vorm Fliegen hat, handelt ganz vernünftig.
Die Evolution hat uns ja auch keine Flügel wachsen lassen,
warum sollten wir deshalb auch keine Angst vor dem uns unvertrauten
Fliegen haben?
Selbst manche Vielflieger haben noch immer etwas Angst
beim Starten und beim Landen, zumindest ein mulmiges Gefühl.
Beide Flugabschnitte sind auch statistisch die Gefährlichsten,
also da darf man diese Angst schon haben.
Problematisch wird die Angst nur, wenn sie unsere Freiheit
soweit einschränkt, dass wir dadurch zu wirklich gefährlichen
Ausweichreisen gezwungen werden. Zum Beispiel, um den Flug
nach Istanbul zu umgehen, lieber mit dem Auto durch den ganzen
Balkan fahren.
Oder wenn wir dann unbedingt fliegen müssen, z.B. um
nach den USA auszuwandern, dann vor Angst halb sterben. Dies
lohnt sich nicht, denn die Flugangst können die meisten Menschen
auf ein vernünftiges Maß reduzieren.
Allerdings frage ich mich, warum Menschen mit panischer
Flugangst unbedingt Urlaube buchen müssen, in denen sie fliegen
müssen, obwohl es sicher andere, bessere Ziele für sie gibt,
die ihnen mehr Urlaubsfreude und Erholung bringen. Ihnen würde
helfen, sich nicht so sehr vom gesellschaftlichen Druck bestimmen
zu lassen, sich offen zu ihrer Flugangst zu bekennen und einfach
nicht zu fliegen.
Meine Methode funktioniert mit langsamen Gewöhnungsschritten,
mit denen man sich an das Flugumfeld gewöhnt und in Schritten
Know-How über das Fliegen erwirbt. So wie man Flugangst durch
Fliegen erwerben kann, so wird man sie auch mit Fliegen wieder
los.
Fliegen
ist schöner.
Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. |
Schwierigkeiten mit meinen Anleitungen werden jene
Menschen haben, die deshalb nicht fliegen wollen, weil sie
sich im Flugzeug jemandem (dem Piloten) total ausgeliefert
vorkommen und sie kein Vertrauen haben. Meist sind es Männer,
die selbst viel autofahren und sich für sichere Fahrer halten.
Ihnen werde auch ich nicht helfen können, sie werden sich
auf ein Leben ohne Fliegen einrichten müssen.
1. Schritt - Der Besuch eines Flughafens
Es ist einfach eindrucksvoll, wie so ein Großflughafen
funktioniert. Und man kann dabei auch die Menschen beobachten,
wie sie wegfliegen und vor allem, wie sie ankommen. Selten
wird man dabei Horrorszenen erleben, sondern den Spaß spüren,
den viele Menschen beim Fliegen haben oder den sie nur durch
das Fliegen erleben können, wie zum Beispiel Fernreisen. Beobachte
diese Menschen genau.
An manchen Flughäfen sind auch Flugzeuge (oft als Veteranen)
zum Besuchen ausgestellt. Dieses Angebot sollte man unbedingt
wahrnehmen und sich einmal in ein Flugzeug hineinsetzen.
Man wird feststellen, dass es dabei klein und eng zugeht,
aber es ist sicher nicht gefährlich, sich in so ein am Boden
stehendes Flugzeug zu setzen. Verweile ein bisschen im Flugzeug
und träume den Wunsch, wohin du fliegen wirst. Lass dir alle
Technik erklären, schnalle dich vor allem auch einmal an.
Nachher gehst du vielleicht auch einmal um das Flugzeug herum
und berührst es auch von außen.
2. Schritt - Der Rundflug in einem kleinen
Flugzeug oder im Helikopter
In einem kleinen Motor - Flugzeug hat man merkwürdigerweise
am wenigsten das Gefühl dem Flugzeug oder dem Piloten ausgeliefert
zu sein. Und es gibt auch wenig Publikum, vor dem man sich
genieren muss, wenn man durch seine Angst versagt. Und der
Flug ist so kurz, wie man will, im Extremfall macht man nur
den Start, eine kurze Runde und landet gleich wieder. Die
Erfahrung lehrt aber, dass man viel zu neugierig ist, seine
vertraute Umgebung einmal von oben zu sehen, dass fast jeder
Rundflug viel zu kurz ausfällt. Und natürlich wählt man für
so einen Flug einen Tag mit passendem Wetter, ohne viel Wind
und Turbulenzen.
Es ist interessant für mich, dass die kleinen Flugzeuge,
obwohl sie viel weniger komfortabel sind und die Flüge wirklich
unruhig werden können, wesentlich weniger Flugangst generieren.
Man fliegt sozusagen aktiv selbst mit, ein Effekt, den auch
der Flug im Cockpit eines Großflugzeuges vermittelt. Das Fliegen
im kleinen Flugzeug wird eher mit dem Autofahren, das im Großraumjet
mit dem Busfahren, bei dem man dem Busfahrer auch total ausgeliefert
ist, verglichen.
Es gibt in unserem Land viele kleine Flughäfen, wo
man für wenig Geld entweder spontan mitfliegen kann oder einen
kleinen Rundflug buchen kann.
Ein besonderes Gefühl sind auch Flüge im Helikopter,
im Blimp (Zeppelin) oder im Heißluftballon, die immer häufiger
angeboten werden. Aber abzuraten sind Mitflüge im Segelflieger,
da gibt es zu viele unbekannte Bewegungen, die einem nicht
bekommen können.
| Anfänger
fallen bei diesen ersten Versuchen leicht in die
Falle der Hyperventilation. Sie
versuchen sich mit tiefem Atmen zu entspannen und
erreichen durch die ungewohnt hohe Sauerstoffzufuhr
gerade das Gegenteil. Sie werden schwindlig, denken
ohnmächtig zu werden und bekommen eine Riesenangst.
Hyperventilieren kommt häufig vor. Man sollte dann
unbedingt das Gegenmittel dazu anwenden: Hände
vor Mund und Nase halten und die ausgeatmete Luft
so gleich wieder einatmen!
Wenn man sich im
Flugzeug beim Starten und Landen, aber auch in
den Vergnügungsparks, genau umschaut, dann wird
man immer einige sehen, die diese Geste - entweder
automatisch oder bewusst - machen und sich die
Hände vors Gesicht halten. Wer das Hyperventilieren
unvorbereitet zum ersten Mal erfährt, kann daraus
eine dauernde Flugangst ableiten. Dies wäre sehr
schade, darum mein Rat: Bald wieder fliegen. Denn
sonst wird aus einer neuen Erfahrung, die man
leicht beherrschen kann, ein echtes Problem. |
Wer absolut keinen kleinen Flug machen kann, dem empfehle
ich einige der Fahrgeschäfte in den Vergnügungsparks. Wer
diese heil übersteht, braucht keinerlei Angst mehr - vor welchem
Flug auch immer - zu haben.
Wer diese Feuerprobe überstanden hat, kann getrost
den nächsten Schritt wagen.
Als Vorbereitung dazu empfehle ich, das Testament
zu machen, damit reduziert man drastisch seine Angst,
die ja auch immer die Angst vor dem eigenen Tod beinhaltet. Allen
Ernstes, dies wird helfen, den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt,
den des Fliegers, bewusst zu gehen.
Denn Flugangst ist für viele ein massiver Ausdruck
ihrer Angst vor dem Sterben. Und wer diese Angst auf ein geringes
Maß reduzieren kann, wir damit auch seine anderen Ängste verringern.
Umgekehrt aber hat mir die Überwindung der Flugangst geholfen,
weniger Angst vor meinem Tode zu haben. Und damit - unabhängig
von den Reiseaktivitäten - auch sonst ein wesentlich besseres
Leben zu führen. Denn Sterben muss ich in jedem Fall, aber
ich werde ruhiger sterben, wenn ich vorher intensiver gelebt
habe, und dazu gehört auch, dass ich geflogen bin!
3. Schritt - der mittellange Flug im Verkehrsflugzeug
Viele Menschen machen bei der Überwindung der Flugangst
den Fehler, zum Schnuppern einen ganz kurzen Flug zu buchen,
z.B. von Stuttgart nach Zürich oder nach Frankfurt. Da diese
Flüge in ganz geringer Höhe stattfinden, gehören sie zum Unangenehmsten,
was man als Flugtourist erleben wird. Kein Wunder, dass mit
diesen Flügen die Angst vorm Fliegen nur gestärkt, aber nicht
reduziert werden wird.
Ich erinnere mich noch heute mit Schrecken an meinen
ersten Flug. Er führte bei Föhn von Zürich nach Wien, die
Alpen entlang. Besonders die Landung in Wien war die Hölle.
Wer ähnliches als erste Flugerfahrung mitmacht, wird Flugzeuge
das ganze Leben eher meiden!
Also muss der erste Flug länger sein, damit man auch
in größerer Höhe fliegen wird. Optimal finde ich Flugdauern
von 1 bis 2 Stunden. Von Stuttgart aus könnte dies zum Beispiel
Paris oder Mallorca sein. Beides sind attraktive Ziele, für
die es immer wieder Sonderangebote gibt.
Paris hat den Vorteil, dass der Flughafen bei der Landung
genügend außerhalb der Stadt ist, so dass man beim Anfliegen
aus dem Osten über wenige Häuser fliegen muss, was die Angst
etwas reduziert.
In Mallorca spricht man dafür deutsch. Wenn man mit
einem Charterflug unterwegs ist, kann man dann u.U. auch einmal
einen Besuch im Cockpit machen (leider aber hat die Terrorangst
dies inzwischen sehr erschwert oder sogar unmöglich gemacht).
Aber Mallorca hat den anderen Vorteil, dass man ein kurzes
Stück über das Meer fliegt und damit beginnt einen weiteren
Aspekt der Angst zu attackieren, nämlich das Fliegen über
das Wasser.
Auch hier wird die Vernunft ziemlich ausgeschaltet,
denn man überlebt eine Notlandung auf dem Wasser wesentlich
besser als eine an Land, trotzdem haben viele Menschen - meiner
Erfahrung nach - besondere Angst über Wasser zu fliegen.
Auf diesem Flug sollte man auf jeden Fall in
Begleitung fliegen, mit jemandem zu dem man Vertrauen
hat und der genau die Geräusche erklären kann, die beim Fliegen
vorkommen (z.B. Ausklappen der Landeräder, Ausfahren der Flügel
beim Landen). Diese Vertrauensperson kann einem dann auch
beim Start und der Landung die Hand halten,
was sehr beruhigend wirken kann.
Moderne Flieger bieten immer häufiger ein Fluginformationssystem
an. Am Bildschirm sieht man dann genau, wie hoch, wie schnell,
wo man fliegt etc. Dies beruhigt und lenkt auch ab! Auch das
Aufsetzen der Kopfhörer mit Hören von Musik beruhigt und es
hat den Vorteil, dass es ungewohnte Fluggeräusche, die Angst
machen könnten, übertönt.
| Hallo
Otto Buchegger, ich habe durch Zufall Ihre Seite
über Flugangst entdeckt und kann Sie dafür nur loben!!
Ich litt auch mehrere Jahre unter panischer Flugangst
und habe sie mit ziemlich ähnlichen Methoden, die
sie auf Ihrer Seite beschreiben, in den Griff bekommen...
und heute bin ich Flugbegleiter!
Ich finde v.a.
Ihren Hinweis, sich immer an das Personal
zu wenden SEHR wichtig! Ich habe mich
das selbst nicht getraut; ich wollte mich nicht
blamieren. Aber genau diesen Punkt halte ich für
den wichtigsten überhaupt. Wenn mich heute ein
Passagier über seine Flugangst in Kenntnis setzt
(was leider sehr selten vorkommt), ist es mir
ein persönliches Anliegen, diesem Passagier den
Aufenthalt an Bord so komfortabel wie möglich
zu machen.
Damit geht es nach
meiner Erfahrung allen meinen Kolleginnen und
Kollegen gleich. Wir setzen uns dann neben den
Passagier und unterhalten uns mit ihm, was immer
sehr beruhigend wirkt. Wenn dann die größte Angst
vorbei ist, ermutige ich den Passagier, einmal
durch den Gang zu laufen, was echte Wunder
bewirkt!
Denn Menschen mit
Flugangst sind in dieser Situation immer sehr
verkrampft und angespannt. Durch etwas Bewegung
lockern sich auch diese Verspannungen und der
Passagier wird ruhiger. Mit dieser Methode habe
ich es immer geschafft, dass der Passagier den
Flug einigermaßen genießen konnte und manche wagten
sogar einen längeren Blick aus dem Fenster.
Mein Tipp: 1 bis
maximal 2 Gläser Wein (unbedingt Rotwein)
entspannen zusätzlich und wirken in dieser Höhe
sofort. Mit dieser Methode konnte ich in meiner
"Angst- Abbau- Phase" auf manchen Flügen sogar
etwas schlafen. (Daniel H., Flugbegleiter) |
Man darf ruhig beim Einchecken gestehen, dass man Flugangst
hat. Damit wird man eher einen Sitz beim Notausgang bekommen.
Dieser ist meist an den Tragflächen, dort wird man dann auch
am wenigsten die Flugbewegungen spüren. Aber auch in der Nähe
des Piloten fühlen sich manche Menschen sicherer. Viele lieben
die Sitze am Gang, da können sie problemloser aufstehen.
| Man
sollte nie vergessen, dass Flugzeuge Kinder des
Windes sind. Sie fliegen meist mit einer Reisegeschwindigkeit
von 900 km/h, sind also auf starken Winddruck eingerichtet.
Deshalb ist auch ein Sturm für sie eher unproblematisch.
Natürlich wird man im Sturm geschaukelt und die
Flügel biegen sich elastisch durch, aber das sind
alles normale Reaktionen. Dieses Wissen hilft vielen
Menschen auch etwas unangenehmere Passagen im Flug
leichter zu überwinden. |
Wer sehr große Angst hat, sollte auf diesem Flug nichts
essen, es könnte einem sonst der Bissen im Halse stecken bleiben,
aber normal trinken, denn dies stabilisiert den Kreislauf.
Auch das Lesen sollte man einschränken, vielen wird dabei
schlecht. Auf keinen Fall sollte man beim Start lesen, er
belastet stark die Augen. Wer sich wegen der Startangst ablenken
will, zählt einfach die Sekunden, bis das Fahrwerk wieder
eingeklappt ist. Es sind höchstens 100 Sekunden, dann ist
man sicher in der Luft!
Optimal wäre dazu auch eine vertraute Gruppe, wie der
Kegelklub oder der Verein etc. Bei diesen Flügen kommt immer
eine so gute Stimmung auf, dass man schon dadurch die Angst
verlieren wird.
| Schön
bei Charterflügen ist der Applaus bei der Landung.
Er hilft beim Entspannen und sagt auch: Endlich
ist es vorbei! Fluggesellschaften wären
gut beraten, ihn generell, auch bei Linienflügen,
zu fördern! |
Weniger empfehlenswert für diesen ersten Trip sind
Flugplätze, die kritische Landemanöver notwendig machen, wie
die Flugplätze auf Kreta, Rhodos etc. Diese Flugplätze liegen
parallel zum Meer und man muss auf ihnen oft quer zum Wind
landen, was für Unerfahrene ziemlich waghalsig aussieht. Auch
sehr gewöhnungbedürftig ist Las Palmas auf den Kanarischen
Inseln und - nebenbei gesagt - ein absoluter Schocker war
der alte Flughafen in Hongkong.
Allgemein sind Ziele mit schwierigen oder extremen
Wetterbedingungen nur etwas für Menschen mit guten Nerven.
Denn wer aufgrund des Wetters umgeleitet wird oder nicht starten
kann, kann schnell in Panik geraten.
Und wie gesagt, auch Flüge um und über die Alpen sind
fast immer sehr unruhig, also die besser auch erst auf später
verschieben, wenn man schon zu den erfahrenen Fliegern gehört.
Die Reisebüros kennen meist die Problemflughäfen und die Problemzeiten
im Jahr und sie können bei der Wahl des Ziels beraten.
Hat man nun diesen ersten Flug in einem Verkehrsflugzeug
hinter sich, dann kommt der erste Transatlantikflug dran.
Schritt 4 - Der Flug nach New York City
Ich empfehle immer NYC
als erstes Fernziel, weil der Flug über den Ozean mit 7 -
8 Stunden zwar weit erscheint, aber es gibt unterwegs soviel
zu sehen und soviel Unterhaltung, dass er wie im Flug vergehen
wird.
Man fliegt auf dieser Route auch immer wieder über
Land (England, Irland, Island, Grönland, Neufundland), so
dass selbst bei größeren technischen Problemen unterwegs eine
Notlandung möglich wäre.
Reisen nach NYC sind noch dazu relativ preiswert und
die Stadt ist so faszinierend, dass man gar keine Zeit hat,
vor dem Rückflug Angst zu bekommen. Die vielen Checks zur
Sicherheit nach dem 11.September 2001 wirken für Anfänger
eher beruhigend und werden noch nicht als lästig empfunden.
Und das Beste ist, dieser Flug ist, weil er in großer
Höhe und mit großen Flugzeugen stattfindet, im Normalfall
so ruhig, harmlos und harmonisch, dass die beiden Flüge vorher
wesentlich unangenehmer erscheinen werden.
Flugangst
kannst du beim Fliegen bekommen,
aber auch wieder durch Fliegen verlieren! |
Auch bei diesem Flug ist Begleitung angenehm, aber
eigentlich nicht mehr notwendig. Man wird wegen des großen
Konkurrenzkampfes auf diesen Linien von der Flugzeugcrew so
umworben und betreut, dass eigentlich auch schon ein Kleinkind
diesen Flug getrost alleine machen kann.
Bei diesem, wie allen anderen längeren Flügen, besonders
in der engen Economy Class, sollte man aber auf genügend Bewegung
achten. Ich rate vor allem die Schuhe auszuziehen und genügend
Zehen- und Wadengymnastik (z.B auf den Zehen stehen, auf den
Zehen gehen) machen, um einer Embolie vorzubeugen.
Nach diesem Flug wird man sich als Flieger / Fliegerin
fühlen. Und vorausgesetzt, dass man jährlich einmal wieder
in das Flugzeug einsteigt, wird man - trotz der aufgebauschten
Pressenachrichten - weiterhin die Vorteile der Flugreisen
nutzen.
Du hast die Wahl:
- Nicht fliegen
- Mit der Angst leben
- Die Angst bekämpfen
|
Ich bin in meinem Leben unheimlich viel geflogen.
Mit großen Flugzeugen, kleinen Flugzeugen, mit Jets, Turboprop,
Propellerflugzeugen, Hubschraubern. Leider nie mit der Concorde!
Dies habe ich für immer versäumt, denn 2003 wurde der Betrieb
damit endgültig eingestellt. Einige wenige Flüge waren auch
unangenehm. Aber ich bin nie in einen Unfall verwickelt gewesen,
habe nie Schaden beim Fliegen erlitten und habe bis auf einige
Male zuhause in Stuttgart, wo es keine Rolle mehr spielte,
dass er erst dann mit dem Taxi am nächsten Tag kam, auch immer
meinen Koffer am Ziel vorgefunden.
Ich habe durch das Fliegen sehr viel von dieser weiten
Welt gesehen, gute Geschäfte gemacht und viele nette Menschen
getroffen. Es wäre unendlich schade gewesen, hätte ich mich
durch meine ersten, schlechten Erfahrungen davon abhalten
lassen.

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